Altlengbach setzt auf Sonnenstrom

Veröffentlichungsdatum04.11.2021Lesedauer2 MinutenKategorienGemeinde
Altlengbach setzt auf Sonnenstrom

"In Altlengbach setzen wir konsequent und Schritt für Schritt auf Sonnenstrom", sagt VBgm Daniel Kosak. Vier große PV-Anlagen gibt es inzwischen auf der Volksschule, dem Kindergarten, der Mittelschule und dem Freizeitzentrum. "Das ist nicht nur eine ökologische Frage, es zahlt sich auch finanziell aus", so Kosak. Der Strombedarf dieser 4 Gebäude liegt derzeit jährlich bei 119.000 KWh. Die Gesamterzeugung aus den PV-Anlagen bei rd. 75.000 KWh. "In manchen Phasen erzeugen wir natürlich mehr Strom, als wir brauchen. In energieintensiven Phasen ist es umgekehrt. Von den 4 Gebäuden waren 3 Bestandsgebäude, eines wurde neu errichtet. Die Gesamtkosten für alle 4 Anlagen lagen bei 151.000 Euro. Die eigene Erzeugung hat bislang zu einer Einsparung von rd. 40.000 Euro an Stromkosten geführt. 

"Die besten Nutzungs- und Einsparungswerte haben wir beim neu errichteten Gebäude, dem Kindergarten", so Kosak. "Dort lägen die Stromkosten ohne PV-Anlage bei 4.300 Euro pro Jahr. Mit PV-Anlage liegen sie bei 824 Euro. Rund 65 % des benötigten Stroms in diesem Kindergarten erzeugen wir selbst."

Für die anderen Gebäude liegt der Wert der Versorgung mit selbst erzeugtem Strom bei rd. 25 %. Das liegt bei den beiden Schulen natürlich auch daran, dass sie in den Sommerferien kaum genutzt werden, aber viel Strom produzieren. Dennoch werden zB in der Mittelschule rund 71 % des erzeugten Stroms auch selbst genutzt. Dort sparen wir pro Jahr rund 2.500 Euro an Kosten ein (bei Gesamtkosten der Anlage von rd. 22.000 Euro, Förderung schon abgezogen). Im Freizeitzentrum dient die Stromerzeugung v.a. für die Kantine des Freibades und deren Geräten. Das Wasser der Becken wird über eine zusätzliche Anlage (schwarze Schläuche am Dach des Gebäudes) erwärmt. An drei von vier Standorten wurden inzwischen auch Stromtankstellen für E-Autos errichtet, darüber hinaus weitere beim Gemeindeamt und dem Bauhof. Für den Fuhrpark des Bauhofes wurden heuer zwei E-Fahrzeuge (eine Pritsche und ein Kastenwagen) angeschafft. Am Bauhof selbst soll im kommenden Jahr auch die nächste PV Anlage errichtet werden. "Für private Haushalte haben wir die Förderung im letzten Jahr von 500 Euro auf 1.000 Euro pro Anlage verdoppelt, auch Firmenanlagen werden von der Gemeinde (zusätzlich und Landes- und Bundesförderungen) unterstützt", so Kosak. 

Für diese Anstrengungen, sowie für das Führen einer Energiebuchhaltung, wurde die Gemeinde Altlengbach kürzlich vom Land NÖ als Energievorbild-Gemeinde ausgezeichnet. 

Strombedarfsbericht der Marktgemeinde Altlengbach

02.11.2021